Dreckig, wuchtig, geil - Beton

 

Beton benötigt unter Architekten keiner weiteren Erklärung. Ausser aber man denkt das Material komplett neu, so wie das Forschungsteam der Block Research Group an der ETH Zürich. 

Beton hat unendlich viele Möglichkeiten. Das sieht auch Tom Van Mele, Forschungsleiter an der ETH Zürich so. "Es ist ein leicht zu verarbeitendes Material, das im Baugewerbe vorherrschend eingesetzt wird.", sagt er und schwärmt dabei von der leichten Formbarkeit. Weil das aber durchaus aufwändig und damit auch teuer werden kann, beschäftigt man sich in Zürich seit geraumer Zeit mit der Schalung von Beton. Wenn man bisher mit herkömmlichen Mitteln eine komplexe Geometrie aus Beton bauen wollte, benötigte man eine genauso komplexe Schalung. Diese wurde individuell angefertigt und wurde nach dem Gießen und Erhärten weggeworfen. Eine enorme Materialverschwendung. Überhaupt leidet Beton heutzutage am meisten unter seinem ökologischen Fussabdruck. Der Herstellungsprozess bindet eine Menge Energien. 

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Die Lösung der ETU Zürich ist ein ausgeklügeltes Kabelnetz, das in eine feste Begrenzung gespannt wird und somit wiederverwertbar ist. Eine Idee die Aufmerksamkeit erregt und die den neuesten Entwicklungen der Materialforschung Rechnung trägt. Fragen wie "Wie kann man das Material effizienter in alle möglichen Formen und Geometrie bringen?" gehen Hand in Hand mit der grundsätzlichen Frage nach Effizienz und Einsparungspotentialen. 

Wir dürfen gespannt sein. Mehr zum Thema in der September Ausgabe des "BAUMEISTER - Das Architektur-Magazin."

Barbara Klein